Copyright Administrator MGV Concordia 1892 e.v. Gevelsberg J. Hoffmeister
Chronik
MGV Concordia 1892 e.V. Gevelsberg
So fing alles an, 16 sangesfreudige Männer versammelten sich am 30. Januar 1892 in der Gaststätte Zum alten Postwagen in Gevelsberg mit der Absicht einen Verein zu gründen und diese natürliche musikalische Äußerung in einem Chor zum Ausdruck zu bringen. Es waren allesamt Mitarbeiter der damaligen Herdfabrik W. Krefft AG. Die Gemeinschaft , Gesangverein Concordia der Firma W. Krefft AG war damit aus der Taufe gehoben. Der provisorische Vorstand bestand aus dem Präses Gustav Tetenberg , dem Schriftführer Otto Sander, d em Kassierer Wilhelm Spieß sowie den Beisitzer Wilhelm Frese und Wilhelm Kumpmann. Die Statuen wurden am 03.02.1892 dem damaligen Bürgermeister Fritz Knippschild zur Genehmigung vorgelegt. Am 07.Februar 1892 schickte der Bürgermeister die Statuten mit folgendem Vermerk zurück: “Gesehen und nichts zu erinnern gefunden”. Im Paragraph 1 der Statuten heisst es: Der Zweck des Vereins ist, durch festes Zusammenhalten den mehrstimmigen Männergesang zu üben und zu pflegen. Die offizielle konstituierende Sitzung des Vereins war der 13.Februar 1892 ,somit war der Verein gegründet. Bereits 1894 war der Verein auf 25 aktive Sänger angewachsen und stellte sich in Haßlinhausen einen ersten Sängerwettstreit. Es folgten weitere Reisen 1895 nach Linden und 1897 nach Hagen wo der 1. Ehrenpreis ersungen wurde. Um die Jahrhundertwende machte sich trotz aller Erfolge bemerkbar, dass der Werkschor die Möglichkeit der Weiterentwicklung einengte, denn nur Werksangehörige durften im Chor singen. Mit der Zustimmung des Firmeninhabers entschloss man sich, die Grenzen zu öffnen und den Namen auf MGV Concordia zu beschränken. Während des 1. Weltkriegs veranstaltete Musikdirektor Willy Griesenbeck Wohltätigkeitskonzerte u. a. im Kriegslazarett auf dem Gelände der Fa. Krefft. Im November 1918 war der Krieg zu Ende, die Concordia beklagte mehrere Mitglieder als Opfer. Die ersten Lieder erklangen in der Gaststätte “Germania” an der Hagener Str. unter dem Dirigat von Carl Teinert, dem aber schon bald der in Gevelsberg unvergessene Musikdirektor Fritz Spieß folgte. Das 40jährige Jubiläum 1932 feierten 88 aktive und 98 passive Mitglieder. Zu ihnen gehörten u.a. so bekannte Namen wie Bürgermeister Konrad Rappold, Dr. Oskar Arnheim, Robert Baltin, Feodor Rosenthal, Adam Kemmler, Alfred Haarhaus und weitere. 1942 blickte der MGV Concordia auf sein 50jähriges Bestehen zurück. Auf eine Jubiläumsveranstaltung wurde verzichtet, der Krieg mit seinen vielen Fronten riss auch in den Reihen des Chores schmerzliche Lücken. Nach dem 2.Weltkrieg wagte sich, trotz aller Sorgen und Hunger, Musikdirektor Willy Griesenbeck mit gestandenen Concordia Sängern an den Neuaufbau. Paul Höller seit 1934 im Amt des1. Vorsitzenden war wentlich am erfolgreichen Neuaufbau beteiligt. Das Einerlei und die Tristes des Allltags wurde für einige Stunden vergessen, wenn die Concordia ein Konzert gab. Pfingstkonzerte im Alten Forsthaus und am Heiligabend im Städtischen Krankenhaus Gevelsberg erfreute die Patienten. 1951 erfreute sich Chorleiter Willy Griesenbeck anlässlich seines Jubiläums “50 Jahre im Dienst am deutschen Lied” zahlreiche Ehrungen. Am 04.März 1952 starb Willy Griesenbeck im Alter von 70 Jahren. In den Folgejahren unternahm die Concordia Konzertreisen in die Badorte -Salzuflen,-Oeynhausen,- Driburg,-Ems sowie nach Bregenz am Bodensee. Im Mai 1959 ging es auf Einladung des MGV Sängerbund Vaduz ins Fürstentum Lichtenstein, wo im Rathaussaal ein Konzert stattfand. Am 30.August 1959 weihte der CVJM sein neues Heim an der Südstraße ein. Nun stand endlich ein ansprechender Konzertsaal zur Verfügung. Sein erstes Konzert veranstaltete die Concordia am 27.November 1960 im CVJM-Haus. 1960 gab Herr Paul Höller nach 26 Jahren den Vorsitz ab. Seine Verdienste wurde mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden gewürdigt. 1961 wurde ein weiteres bedeutendes Blatt in der interessanten und abwechslungsreichen Geschichte des MGV Concordia aufgeschlagen. Erster Besuch im französischen Vendome und Kontakt mit dem gemischten Chor ST. Martin, aus dem sich dann eine bis heute währende Freundschaft und sogar die 1973 besiegelte Partnerstadt der Städte Gevelsberg und Vendome entwickelte. 1967 feierte der MGV Concordia sein 75jähriges Jubiläum. “Der Geist der Gründer und der Geist von heute ist gleich geblieben” schrieb damals der Vorsitzender Willi Asbeck in die Festschrift.